RWE betreibt Abzockerei: Windmüller fordern bessere Missbrauchskontrolle, von Bundesverband WindEnergie


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Posted by Bundesverband WindEnergie on September 20, 19100 at 07:44:31:

Als Abzockerei bezeichnet der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) die jüngste Strompreiserhöhung der RWE Energie AG.
"Dass der Energieriese RWE die Anhebung um 0,6 Pfennig je Kilowattstunde mit der verstärkten Nutzung der erneuerbaren
Energien begründet, ist eine Frechheit," ärgert sich BWE-Geschäftsführer Carlo Reeker. Der BWE macht darauf aufmerksam,
dass die Bundesregierung in Begründung zum Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) eine Mehrbelastung von 0,1
Pfennig je Kilowattstunde berechnet hat.

Ermöglicht wird der RWE die Preisanhebung durch eine bundesweite Verteilung des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. Seit
dem 1. April diesen Jahres ist die RWE auf Grundlage des EEG verpflichtet einen Teil des Windstroms, welcher an der Küste
produziert wird, abzunehmen. Je Kilowattstunde Windstrom bezahlt der Energieversorger dafür einen Preis von 17,8 Pfennig. Falls
RWE durch die Aufnahme der sauberen Energie im Vergleich zur Stromproduktion aus Kohle- oder Atomkraftwerken Mehrkosten
entstehen, können diese laut EEG auf die Stromkunden umgelegt werden. "Bei einer Preissteigerung von 0,6 Pfennig müssten der
RWE demnach je Kilowattstunde aufgenommen Windstrom über 17 Pfennig an Mehrkosten entstanden sein, das ist absurd,"
erklärt Reeker.

Die schamlos überzogene Anhebung der Strompreise durch die RWE zeigt nach Auffassung des BWE, dass eine stärkere
Preisaufsicht der Länder dringend erforderlich ist. Dazu der BWE-Geschäftsführer: "Die zunehmende Monopolbildung innerhalb
der Elektrizitätswirtschaft erfordert eine verbesserte Missbrauchskontrolle. Wir haben die Strompreisaufsicht des Landes
Nordrhein-Westfalens gebeten, die Preisanhebung der RWE noch einmal zu überprüfen."

Weiter macht der BWE darauf aufmerksam, dass es dank der bundesweiten Umverteilungsregelung in einigen Regionen zu
Strompreissenkungen kommen muss. "Da in der Vergangenheit in Küstenregionen Preiserhöhungen teilweise mit der
Begründung der Windstromaufnahme genehmigt wurden," so Reeker, "müssen hier aufgrund der Entlastungen durch das
EEG die Preise wieder gesenkt werden."

Die Krone in Sachen Missbrauch setzt nach Kenntnis des BWE derzeit die OIE Aktiengesellschaft aus Idar-Oberstein dem Ganzen
auf. Das Tochterunternehmen der RWE Energie AG verlangt für die Messung der aufgenommenen Windstrommengen neuerdings
einen 19fach höheren Preis. "Die Begründung der RWE, dass aufgrund des EEGs höhere Aufwendungen für die Messung
anfallen werden, ist an den Haaren herbeigezogen," kommentiert der Sprecher des BWE das Vorgehen des Netzbetreibers.


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