Posted by Deutscher Fachverband Solarenergie e.V. on September 19, 19100 at 17:46:26:
Freiburg, 19.09.2000. Nicht die Ökosteuer, sondern die abnehmenden Öl- und Gasreserven sind die Ursache für die steigenden Ölpreise. Darauf weist der Solarbranchenverband DFS hin, der deshalb die Ökosteuer-Kampagne der CDU als kontraproduktiv kritisiert. Die Ökosteuer auszusetzen wäre falsch. Sie erhöht den Spritpreis nur um 3%, zeigt jedoch bereits die ersten Erfolge. Seit Anfang 1999 ist der Primärenergieverbrauch trotz steigender Beschäftigung und Wirtschaftswachstum um mehr als 2,5% gesunken. Notwendig ist die weitere Reduzierung der Importabhängigkeit. Neben Energieeinsparungen muß vor allem die Nutzung erneuerbarer Energien vorangebracht werden. Jeder Haushalt kann heute schon einen Großteil seines Warmwasserbedarfs solar erwärmen. Moderne Solaranlagen unterstützen die Heizung und reduzieren damit den Öl- und Gasverbrauch um 10 bis 25%. Solarwärmeanlagen und der Ersatz von alten Heizkesseln werden deshalb seit einem Jahr verstärkt von der Bundesregierung gefördert.
Bei gleichbleibendem Verbrauch wird Öl in 40 Jahren, Gas in 65 Jahren endgültig zu Ende gehen. Deutlich vorher schon werden die Konsequenzen der Verknappung zu spüren sein, und zwar stärker als in den letzten Wochen mit Preiserhöhungen und Versorgungsproblemen. Dabei liegt die einzige dauerhafte Lösung unserer Energieprobleme auf der Hand: durch effizientere Nutzung Energie einsparen und den Restbedarf mit erneuerbaren Energien decken. Die Techniken stehen bereit, Anlagen zur Gewinnung von Wärme und Strom aus Solarenergie, Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme sind ausgereift und bereits im Einsatz. Nur der Umfang ihrer Nutzung muß jetzt drastisch gesteigert werden.
Den Öl- oder Gasbezug kann jeder Hausbesitzer durch eine Solarwärmeanlage leicht um 10 bis 25% reduzieren. Wird zusätzlich ein alter Heizkessel ersetzt, können es bis zu 50% sein. Einmal investiert, kostet die Solarwärme keinen Pfennig mehr. Je höher die Energiepreise steigen, desto mehr Geld wird gespart. Mit einer Solaranlage ist man auf der sicheren Seite. Über 400.000 Haushalte lachen sich bereits heute ins Fäustchen, da statt dem Öl- oder Gasbrenner die Solaranlage läuft. Aufgrund der aktuellen Preiserhöhungen werden immer mehr Hausbesitzer hellhörig. Seit Anfang dieses Jahres wurden bereits über 45.000 neue Anträge auf Förderung einer Solarwärmeanlage gestellt. Denn die Rot-Grüne Regierung belohnt das vernünftige Verhalten mit einem Zuschuß. Besonders viel Geld bekommt derjenige, der zusätzlich auch noch seinen alten Heizkessel erneuert oder das Haus dämmt.
„Je intensiver wir die erneuerbaren Energien jetzt voranbringen, desto ruhiger können wir zukünftigen Ölkrisen entgegensehen,„ so Olaf Fleck, Vorsitzender des Solarbranchenverbandes DFS, „und die Umwelt wird zusätzlich entlastet. Die Bundesregierung hat mit ihren Solarförderprogrammen bereits den ersten Schritt getan, denn der Zuschuß erleichtert die Investition in eine Solaranlage. Zusätzlich sollte sie die derzeitigen Ölpreiskrise zum Anlaß nehmen, ihre Aktivitäten zu verstärken. Die Solarindustrie steht bereit, ihre Produkte noch schneller zu liefern und neue Anwendungsfelder zu entwickeln.„
Informationen über die Technik von Solarwärme-Anlagen, über Kosten und Fördermöglichkeiten und welche Vorteile ihre Nutzung hat, gibt es in der Broschüre „Solarwärme„ der Kampagne „Solar-na klar!„. Diese kann kostenlos bestellt werden unter Tel. 0180/500 18 71