Posted by Landesinitiative Zukunftsenergien NRW on September 15, 19100 at 11:50:06:
Staatssekretär Hennerkes:
NRW will Potenzial für Antriebstechnologien und Energieversorgung nutzen
Das Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr NRW
teilt mit: "Die Wasserstofftechnologie wird sich zu einem der
Förderschwerpunkte in Nordrhein-Westfalen entwickeln. Mit dem
Wasserstoffeinsatz in Brennstoffzellen für Fahrzeuge können endlich in
großem Maße umweltfreundliche Autos produziert werden. Seine Anwendung in
dezentralen kraft-wärme-gekoppelten Brennstoffzellensystemen
revolutioniert die gesamte Energieversorgung. Denn Wasserstoff ist
schadstofffrei und arbeitet mit höchsten Wirkungsgraden. Neben den
Automobilproduzenten, Mineralölgesellschaften und Energieversorgern müssen
sich jetzt auch die Bundesländer für diese Technik einsetzen. Dies gilt
vor allem für die wirtschaftliche Verbreitung. Nordrhein-Westfalen nimmt
diese Herausforderung an. Unser Land will bei der Entwicklung des
Wasserstoffs zum Energieträger des 21. Jahrhunderts in der Spitzenliga
mitspielen", sagte Jörg Hennerkes, Staatssekretär im Ministerium für
Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr des Landes
Nordrhein-Westfalen, in Düsseldorf. Am 15. September 2000 fand auf
Einladung des Staatssekretärs Jörg Hennerkes ein Fachgespräch mit den
weltweit wichtigsten Experten der Wasserstofftechnologie im
Wirtschaftsministerium statt. Dabei äußerte sich Dr. Heinz Baues, Leiter
der Gruppe rationelle Energienutzung anerkennend über den Einsatz des
Internationalen und des Deutschen Verbandes für Wasserstoff. Rolf Ewald,
Präsident des Deutschen Wasserstoffverbandes, meinte, dass die aktuelle
Förderung von Projekten besonders wichtig für eine breite Akzeptanz und
Nutzung sei. Prof. Dr.-Ing. Carl-Jochen Winter, Vizepräsident des
Internationalen Verbandes, bescheinigte NRW eine gute Basis für die
wissenschaftliche und auch wirtschaftliche Ausweitung dieser Technologie:
"In Nordrhein-Westfalen gibt es große Kompetenzen in den Bereichen
Forschung und Entwicklung, Anlagenbau, Herstellung und Verteilung von
Wasserstoff sowie für die mobile und stationäre Anwendung dieses
Energieträgers." Anfang des Monats hatte Prof. Dr. Fritz Vahrenholt von
Shell voraus gesagt, dass im Jahr 2020 jedes zweite Auto mit Wasserstoff
fahren werde. Bei Shell werde Wasserstoff daher künftig zum Kerngeschäft
gehören. Derzeit investiere der Konzern innerhalb von zwei Jahren rund 100
Millionen Dollar in die Tochterfirma Shell Hydrogen. Opel und General
Motors wollen bis 2002 ein Elektroauto bauen, das zwar Benzin tankt, aber
dieses durch sogenannte Reformer in Wasserstoff verwandelt; in einer
Brennstoffzelle wird daraus zusammen mit Sauerstoff Strom erzeugt.
DaimlerChrysler setzt auf Wasserstoff und Methanol, BMW nur auf
Wasserstoff. Staatssekretär Hennerkes: "Energiepolitik ist
Innovationspolitik. Nordrhein-Westfalen hat bereits vor Jahren die Weichen
für die Entwicklung von Zukunftsenergien gestellt und profitiert jetzt von
den glänzenden Zukunftsaussichten. Das Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle
NRW ist das aktuelle Beispiel für eine erfolgreiche Weichenstellung. Nach
Schätzungen der Landesinitiative Zukunftsenergien sind in NRW bei etwa
1.100 Firmen mehr als 10.000 Beschäftigte im Bereich der erneuerbaren
Energien tätig. Hohe Entwicklungspotenziale haben die Fotovoltaik, die
Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und die Biomassenutzung.
Diese Technologien werden auch inhaltliche Schwerpunkte der
internationalen Leitmesse "E-world of energy" vom 13. bis 15. Februar 2001
in Essen. "