Posted by Naturstrom AG on September 06, 19100 at 21:45:46:
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 1999
Die Düsseldorfer Naturstrom AG hat im Geschäftsjahr 1999 eine marktführende Position unter
den Ökostromanbietern aufbauen können. Die Gesamtsituation im Strommarkt war in 1999
geprägt durch eine deutlich unter den Erwartungen liegende Wechselbereitschaft der Kunden
sowie zahlreiche rechtlich nicht geklärte Fragen beim Wechsel des Stromanbieters. Dies hat zu
einem unter den ursprünglich Erwartungen liegenden Ergebnis der Naturstrom AG geführt. Für
das laufende Geschäftsjahr zeichnet sich jedoch eine positive, dynamische Entwicklung des
Stromhandels ab. Darüber hinaus plant das Unternehmen den Aufbau weiterer Geschäftsfelder,
insbesondere den Betrieb eigener Erzeugungsanlagen.
Die Naturstrom AG hat das Geschäftsjahr 1999 mit einem Jahresumsatz von 0,531 Millionen
Mark und einem Fehlbetrag von 2,413 Millionen Mark abgeschlossen. "Das Ergebnis spiegelt
die in 1999 insgesamt enttäuschende Entwicklung auf dem liberalisierten Strommarkt wieder.
Der Ökostrom-Markt hat erst im laufenden Geschäftsjahr richtig angezogen", so Ralf Bischof,
Vorstand der Naturstrom AG, im Vorfeld der ordentlichen Hauptversammlung am 31. August in
Düsseldorf. Mit einem Auftragsbestand von rund 5 Millionen Kilowattstunden habe man Ende
1999 gemeinsam mit den Kooperationspartnern dennoch einen Marktanteil von mehr als 15
Prozent erreicht.
Bereits im letzten Quartal des vergangenen Jahres konnte eine deutliche Belebung der
Neukundenzugänge verzeichnet werden, die sich im laufenden Geschäftsjahr in einem
exponentiellen Wachstum fortgesetzt hat. Der überwiegende Anteil der Kunden besteht aus
privaten Haushalten (95 Prozent) sowie aus Unternehmen des Kleingewerbes (5 Prozent). Seit
Beginn diesen Jahres konnten auch zunehmend Geschäftskunden gewonnen werden. "Bei
unverändertem Trend der Neukundenzugänge wird der Stromabsatz bis Ende 2000 nahezu um
das Siebenfache steigen und zu einer Verfünffachung der Umsatzerlöse führen", so Ralf
Bischof zu der positiven Geschäftsentwicklung im Stromhandel. "Und die von den
Energiepolitikern der Regierungsfraktion für 2001 angekündigte Ökosteuerbefreiung für Strom
aus erneuerbaren Energien wird den Ökostrommarkt zusätzlich beflügeln."
Es habe sich bewährt, auf starke Partner zu setzen: Insgesamt konnten seit Beginn diesen
Jahres sieben neue Kooperations- und Vertriebspartnerschaften vereinbart werden, unter
anderen mit drei weiteren Stadtwerken sowie den Um-weltverbänden Bund für Umwelt- und
Naturschutz Deutschland (BUND) und Naturschutzbund Deutschland (NABU).
Über den Stromhandel hinaus haben Aufsichtsrat und Vorstand der Naturstrom AG Pläne zum
Aufbau neuer Geschäftsfelder entwickelt. "Wir wollen uns Schritt für Schritt zum integrierten
Versorgungsunternehmen für erneuerbare Energien entwickeln", so Ralf Bischof. Zu diesen
neuen Geschäftsfeldern gehört insbe-sondere der Betrieb eigener Erzeugungsanlagen, wofür
zur Zeit günstige wirt-schaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen bestehen. Mit ihnen soll
die Wertschöpfung pro Kunde deutlich gesteigert und die Gewinnschwelle eher erreicht
werden, als es über den reinen Stromhandel möglich wäre. Langfristig sollen neben Strom auch
andere erneuerbare Energieträger in den Energiemix aufgenommen werden. Zur Realisierung
dieser Planungen werden Aufsichtsrat und Vorstand der Naturstrom AG auf der
Hauptversammlung am 31. August neben einer Satzungsänderung auch eine öffentliche
Kapitalerhöhung vorschla-gen.