Posted by Deutscher Fachverband Solarenergie e.V. on May 15, 19100 at 08:48:35:
Freiburg, Staffelstein 11. Mai 2000: Die Nutzung der Solarwärme zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung nimmt zu, vergangenes Jahr wurden 16% mehr Anlagen gebaut als 1998. Nach Ansicht des Branchenverbandes DFS könnte der Marktausbau jedoch noch schneller vorangehen. Nachdem die Bundesregierung seit 1999 ausreichend Gelder für die Förderung der Solarwärmenutzung zur Verfügung stellt und der Ölpreis massiv angestiegen ist, sollte der Einbau einer Solarwärme-Anlage selbstverständlich werden. Die Stromerzeugung mit Solarenergie, die aufgrund des 100.000 Dächer - Programmes derzeit einen Boom erlebt, ist kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zur Nutzung der Solarwärme im Haushalt.
In den vergangenen Monaten hatte sich die öffentliche Diskussion stark auf die solare Stromerzeugung konzentriert, die durch die erhöhte Einspeisevergütung von 99 Pfennig pro kWh plötzlich auch finanziell attraktiv geworden ist. „Viele Interessenten waren irritiert, weil das 100.000 Dächer - Programm vorübergehend gestoppt worden war. Die Förderung der Solarwärme läuft dagegen seit September 1999 kontinuierlich durch und findet zunehmenden Zuspruch„, so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des Deutschen Fachverbandes Solarenergie, DFS. „Die Mittel sind jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft, weshalb die Hausbesitzer jetzt aktiv werden und sich die Sonne ins Haus holen sollten.„
Eine moderne Heizung wird durch Solarwärme-Kollektoren unterstützt. Dies sieht auch die gesamte Haustechnikbranche so, denn alle Heizanlagen-Anbeiter haben mittlerweile auch Solarwärme-Anlagen im Programm. Der Markt ist riesengroß, 4,5 Mio. Heizkessel stehen in den kommenden Jahren zur Erneuerung an. Das Ziel ist, bei einem erheblichen Teil der neuen Heizanlagen auch eine Solaranlage mit einzubauen. Denn dann lohnt sich der Einbau besonders: die Kosten sind geringer und die Förderung ist doppelt so hoch, wenn ein Heizkessel ersetzt wird, der mehr als 10 Jahre alt ist.
Bei steigenden Ölpreisen kann sich der Nutzer der umweltfreundlichen Solarwärme beruhigt zurücklehnen. Schon mit einer kleinen Brauchwasseranlage für unter 10.000 DM werden 60% des Brauchwassers fürs Duschen und Waschen solar erwärmt. Der Heizkessel kann im Sommerhalbjahr abgeschaltet werden. Der Kunde hat es heute leicht, einen engagierten Handwerker zu finden, der ihn berät. Informationsmaterialien und eine Handwerkerliste gibt es kostenlos von der Kampagne „Solar-na-klar!„. Es kann angefordert werden unter der Tel.-Nr. 0180 500 18 71 oder im Internet unter www.solar-na-klar.de