Dem grünen Strom gehört die Zukunft


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Posted by Öko-Institut on September 11, 1999 at 05:53:34:

Die Streitfrage ist bunt. Gelb? Blau? Durchsichtig? Welche Farben hat denn nun der
Strom? Die Quellen des gelben und blauen Billigstroms sind die begrenzten Ressourcen
Uran, Kohle und Gas. Sie führen zu Klimakatastrophe und Atomrisiken. Den Billigstrom
gibt es im Supermarkt und bald auch an der Tankstelle zu kaufen. Dabei ist längst ins
Bewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher vorgedrungen, dass nur der grüne
Strom auf Dauer Zukunft hat. Wer sich für grünen Strom entscheidet, leistet einen aktiven
Beitrag zum Umweltschutz. Damit Stromkundinnen und -kunden wissen, dass es Ökostrom
mit geprüfter Qualität gibt, entwickelte das Öko-Institut e.V. ein Zertifizierungsverfahren.
Ökologisch besonders wertvolle Stromangebote werden nach diesem Verfahren zukünftig
mit einem Gütesiegel ausgezeichnet.

Das im Auftrag der Bremer Energie-Konsens GmbH entwickelte Zertifizierungsverfahren schafft
Transparenz im Markt für Ökostrom. Stromanbieter, die sich für die Zertifizierung ihres Angebotes
entscheiden, garantieren ihren Kundinnen und Kunden, dass ihr Produkt den harten Kriterien des
Verfahrens standhält. Dies gibt dem Produkt eine zusätzliche Glaubwürdigkeit und den
Verbraucherinnen und Verbrauchern Sicherheit.

Bereits in diesem Herbst wird im Rahmen einer Pilotphase ersten Anbietern – darunter kleine,
neue und grössere – von Ökostrom bei bestandener Prüfung das Gütesiegel verliehen.

Das Gütesiegel kennzeichnet zwei Klassen von umweltschonenden Stromangeboten:

Eine Klasse besteht zu mindestens 50 % aus erneuerbaren Energien, der Rest stammt aus
umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung. Im Vergleich zu Strom aus einem modernen
Kohlekraftwerk werden die klimaschädigenden Emissionen um mindestens 50 % verringert.

Die andere Klasse besteht zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Die Reduktion der
klimaschädigenden Emissionen liegt bei dieser qualitativ hochwertigsten Variante des Stroms bei
mindestens 75 % gegenüber herkömmlichem Kohlestrom. Beiden Klassen ist gemeinsam, dass
mindestens 1 % des Stroms aus Sonnenenergie stammen muss.

Zudem verpflichtet das Zertifizierungsverfahren die Anbieter zum Bau neür Anlagen, die grünen
Strom produzieren. Atomstrom und Strom aus Müllverbrennungsanlagen sind vom Verfahren
ausgeschlossen.

Die Umstellung der Energieversorgung auf umwelt- und klimaschonende Optionen ist eine
übergeordnete Aufgabe der Zukunftssicherung. Mit der Entwicklung des Zertifizierungverfahrens
bietet das Öko-Institut Anbietern wie Verbraucherinnen und Verbrauchern die Chance, bewusst
Einfluss auf zukünftige Entwicklungen zu nehmen.

Teilnehmende an der Pressekonferenz vom 2.9.99:

Dr. Almut Kirchner, Geschäftsführerin, Bremer Energie-Konsens GmbH,

Dr. Rolf Bauerschmidt, nebenamtl. Geschäftsführer, Bremer Energie-Konsens GmbH,

Uwe Fritsche, Projektleiter, Öko-Institut e.V.

Christof Timpe, Öko-Institut e.V.

Weitere Informationen zum Gütesiegel

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Öko-Institut e.V., Ilka Buchmann, Leiterin Öffentlichkeit und Kommunikation,
Tel.: 0761/45295-22

Bremer Energie-Konsens GmbH, Dr. Almut Kirchner,
Am Wall 114/115, 28195 Bremen
Tel.: 0421/376671-0


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