Wo Yello draufsteht, ist Atomstrom drin


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Posted by Greenpeace on November 20, 1999 at 12:07:47:

Atomkraftwerk Philippsburg liefert Strom fuer Billiganbieter

Philippsburg 19.11.1999 - In den fruehen Morgenstunden haben
Greenpeace-Aktivisten ein Grossbild-Dia auf das Atomkraftwerk
Philippsburg projiziert. Im Firmensymbol des
Billigstromanbieters Yello steht "Billigstrom ist
Atomstrom". Mit der Aktion will die Umweltorganisation auf
den Zusammenhang zwischen dem Billigstromanbieter und dem
Betrieb der 15 und 20 Jahre alten Reaktorbloecke von
Philipsburg bei Speyer aufmerksam machen.

"Obwohl sich Yello innovativ und modern darstellt, setzen
sie auf die Energieerzeugung mit der Uralttechnik. Wir
wollen mit unserer Dia-Aktion zeigen, dass der Yello-Strom
aus gefaehrlichen Atomkraftwerken kommt", so Greenpeace
Energieexperte Veit Buerger. "Yello ist nicht gelb, gut,
guenstig sondern verantwortlich fuer strahlenden Atommuell und
Castortransporte."

Hinter dem Billigstromanbieter steht der Atomkonzern Energie
Baden-Wuerttemberg (EnBW). EnBW betreibt die Atomkraftwerke
in Philippsburg, Neckarwestheim und den aeltesten deutschen
Reaktor in Obrigheim. Yello bezieht seinen Strom nach
eigenen Angaben groesstenteils von EnBW. Neue
Energieversorgungsunternehmen wie Yello gehen auf dem
Strommarkt mit Dumpingpreisen auf Kundenfang. Die
Werbekampagnen, fuer die beispielsweise diesem Unternehmen
ein dreistelliger Millionenbetrag zur Verfuegung steht,
halten sich bei Fragen nach der Herkunft und den
Auswirkungen des angebotenen Stroms allerdings bedeckt.

"Auf jeder Kekspackung kann der Kunde die Zutaten lesen.
Jeder Tabakkonzern warnt auf den Zigarettenschachteln vor
den Gefahren des Produkts. Die Anbieter von Billigstrom
erzaehlen den Kunden aber nicht, was drin ist in ihrem Strom
und welche Gefahren mit ihm verbunden sind", so Veit Buerger.

Durch jahrzehntelange Subventionierung der Mutterfirmen sind
Unternehmen wie Yello fuer den ruinoesen Preiskampf geruestet.
Keine andere Energieform wurde so gefoerdert wie die
Atomtechnologie. Allein EnBW stehen fuer den Preiskampf mehr
als acht Milliarden Mark an steuerfreien Atomrueckstellungen
zur Verfuegung.

Mit ihren Niedrigpreisen werden die Billigstromanbieter zur
Gefahr fuer Erzeuger von sauberen Strom, etwa von
Stadtwerken, die auf Kraft-Waerme-Kopplung setzen. So
befuerchtet die Gewerkschaft OeTV den Verlust von bis zu 40
000 Arbeitsplaetzen. Durch bewusste Wahl des
Energieversorgers kann man diesen Tendenzen entgegenwirken.
Niemand muss mehr darauf warten bis die Bundesregierung mit
dem Atomausstieg voran kommt. Veit Buerger: "Jeder kann
selbst bestimmen, was aus der Steckdose kommt und seine vier
Waende zur atomstromfreien Zone erklaeren."




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