Die Dänen können zurzeit im eigenen Land nicht viel Windenergie installieren, aber auf See liegen sie weit vorn: am Nordseestandort Horns Rev errichten sie zurzeit den bisher größten Offshore-Windpark.
Links zum Thema - Sonderheft Windenergie |
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Montage einer Vestas V80
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Foto: Elsam
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Am 8. Mai, einem diesigen Tag mit ruhiger See, hatten einige Journalisten die Gelegenheit, auf Einladung des dänischen Energieversorgers Elsam von Esbjerg aus zu der Baustelle hinauszufahren. Nach zweistündiger Bootsfahrt erreichten die Presse-Exkursion die Schiffe und Kräne der dänischen und ausländischen Spezialisten, die mit der Fundamentierung und Errichtung des Windparks beauftragt sind. An diesem Tag waren 19 Fundamente bereits fertiggestellt, und die erste komplette Windenergieanlage erhob sich über dem Wasser. Der Windpark Horns Rev wird aus insgesamt 80 Anlagen des Typs Vestas V80 (2 MW) bestehen, die 14 bis 19 km nordwestlich vor Esbjerg auf einer rechtwinkligen Fläche in fünf Reihen mit jeweils 16 Turbinen angeordnet werden. Die Nordsee ist an dieser Stelle 5 bis 15 m tief. Die 80 Windenergieanlagen werden auf Pfahlgründungen (Monopiles) stehen. Um eine feste Plattform zu schaffen, auf die der Turm geschraubt werden kann, rammt man in Horns Rev ein 33 m lange Rohr 21 bis 24 m tief in den Meeresgrund. Anschließend schiebt man über den oben offenen, knapp bis zur Wasserlinie reichenden Monopile ein etwas größeres Rohr. Dieses Übergangsstück wird auf dem Monopile so exakt ausgerichtet und fixiert, dass der Turm anschließend auf einer vollkommen horizontalen Plattform errichtet werden kann – ein Prinzip, das auch beim Windpark Utgrunden zur Anwendung kam (siehe SW&W 6/2000). |
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Arbeitsplattform mit Kran und Turmsegmenten auf dem weg zum Standort
Foto: Elsam
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Verglichen mit der Fundamentierung ist die Errichtung der Windenergieanlagen auf See schon fast Routine. Erforderlich sind schwimmende, mit Kran ausgerüstete Pontons mit vier Beinen (Jackup-vessels), die am Standort auf den Meeresboden abgesenkt werden. Dadurch entstehen feste Arbeitsplattformen, von denen aus die Windenergieanlagen Schritt für Schritt montiert werden können: zuerst den knapp 70 m hohen Turm in zwei Teilen, dann die die Gondel mit zwei bereits fixierten Rotorblättern sowie schließlich das dritte Rotorblatt. Nur vier Arbeitsschritte sind also notwendig, um die komplette Anlage auf dem Monopile zu errichten. Als die Journalisten am 8. Mai die Baustelle des Offshore-Windparks umrundeten, konnten sie auch schon die mächtige Umspannstation sehen, die sich, mit einer Breite von 20 m und einer Länge von 30 m an der Nordostecke des Windparks 8 m über dem Wasser erhebt. Der Windstrom wird in fünf Strängen zur Umspannstation fließen. Jeweils 16 Anlagen werden zu einem Strang verbunden, der die Energie mit 36 kV AC-Spannung zur Station transportiert. Die dort gebündelte Energie wird auf 170 kV hochgespannt und fließt dann zum Einspeisepunkt an Land. Bis der große Offshore-Windpark Strom liefern kann, werden noch ein paar Monate vergehen. Die Fertigstellung ist für den kommenden November geplant. Das ist aber nur erreichbar, wenn das Wetter der Bauleitung keinen Strich durch die Rechnung macht. |
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