Etliche Windparkprojekte sind rund um den europäischen Kontinent in Vorbereitung, doch man muss ich auf lange Entwicklungszeiten einstellen. Außerhalb der deutschen Gewässer sind bisher rund 40 Projekte bekannt, die allerdings höchst unterschiedliche Chancen haben.
Zehn Offshore-Windparks waren Ende 2001 am Netz, nur ein weiterer kam im vergangenen Jahr dazu (siehe Tab. 1). Von einer stürmischen Entwicklung kann keine Rede sein. Das ist auch gut so, denn eine überstürzte Projektentwicklung wäre unter den harten Bedingungen auf See sicherlich zum Scheitern verurteilt. Rund 70 Windparkprojekte sind vor Europas Küsten in Vorbereitung, darunter 41 außerhalb der deutschen Gewässer – und ausschließlich mit diesen befasst sich der folgende Beitrag.
Zwei Phasen sind deutlich zu unterscheiden: In der Pionierphase, die von 1990 bis 1997 dauerte, wurden in Küstennähe Windenergieanlagen (WEA) errichtet, die für den Einsatz an Land ausgelegt sind. Ab dem Jahr 2000 wurden Offshore-WEA der ersten Generation errichtet. Diese Anlagen sind »marinisiert«, d.h. gegen die rauen Bedingungen auf See gewappnet und entsprechend ausgerüstet. Der Windpark Horns Rev, der im vergangenen Jahr in der Nordsee bei Esbjerg entstand, ist der fünfte Windpark der ersten Generation. Wann der erste Windpark der zweiten Generation entstehen wird, ist noch nicht abzusehen. Die WEA, die in so einem Windpark zum Einsatz kommen könnten (Enercon E-112, GE Wind Energy 3.6, Vestas V90) werden bereits getestet, aber zunächst nur an Land.
Wie die folgende Übersicht zeigt, liegen die Schwerpunkte der Planung im skandinavischen Raum (vor allem in der Ostsee) und rund um die Britischen Inseln. Im Mittelmeer sind erst zwei Projekte in Vorbereitung. Vor der spanischen Atlantiküste sollen zwei weitere entstehen.
Dänemark In Dänemark sind nur noch drei Projekte in Arbeit, seitdem der Elsam-Windpark Horns Rev vollständig am Netz ist. Elsams zweites Projekt befindet sich in Frederikshavn an der Nordspitze Jütlands. Vier Anlagen sind hier geplant. Eine davon ist eigentlich keine Offshore-Anlage, da sie direkt neben dem Hafen an Land auf sandigem Boden errichtet wurde. Diese Turbine, eine Vestas V90 (3 MW), steht seit Ende Oktober 2002 auf einem neuartigen Fundament der dänischen Firma MBD Offshore Power. Es handelt sich um ein sogenanntes Bucket-Fundament, ein eimerartiges Stahlfundament, das sich mit der Öffnung nach unten mittels eines Vakuumverfahrens in den Boden einsaugt. Die gesamte vom Fundament eingeschlossene Bodenmasse soll zur Stabilität des Fundamentes beitragen. Die Vorteile sind niedrigere Kosten und eine leichte Rückbaufähigkeit: Wenn Luft hineingepumpt wird, hebt sich das Fundament aus dem Boden. Der Nachteil: Es wird eine absolut homogene Bodenbeschaffenheit benötigt.
Die drei weiteren Anlagen sollen auf herkömmlichen Schwerkraftfundamenten im April diesen Jahres in das etwa vier Meter tiefe Wasser gestellt werden. Geplant sind folgende Anlagentypen: eine Bonus 2,3 MW, eine Nordex 2,3 MW (N-90 offshore) sowie eine zweite Vestas V90. Die Gesamtleistung der vier Turbinen wird dann auf 10,6 MW erreichen. Im Windpark Samsø werden derzeit zehn 2,3-MW-Anlagen von Bonus errichtet. Die Kabelverbindungen sind bereits gelegt, die Monopile-Fundamente und die ersten Turbinen sind aufgestellt. Eine der zehn Anlagen gehört einer Kooperative, die sich auf ein prominentes Vorbild beruft: die Middelgrundens Vindmøllelaug, die vor Kopenhagen den größten dänischen Bürgerwindpark errichtet hat. Fünf WEA werden von der Kommune Samsø betrieben und die vier restlichen WEA gehören privaten Betreibern. Einer davon ist das dänische Finanzierungs-Unternehmen Difko, das Anteile dieser Anlage an Privatpersonen verkaufen will.
In Nysted, dem Projekt des Energieversorgers Energi E2, haben inzwischen die Bauarbeiten für die Fundament-Verlegung begonnen. Dort sollen 72 Anlagen des Typs Bonus 2,2 MW errichtet werden. E2 wird den Park betreiben, Eigentümer ist ein Konsortium, das aus E2 (50%), dem dänischen Gasversorger Dong (30%) und dem schwedischen Energieversorger Sydkraft (20%) besteht. Mit der Errichtung der Anlagen wurde, wie auch schon in Horns Rev, das Installations- und Logistikunternehmen A2Sea beauftragt. Im Mai sollen die ersten WEA aufgestellt werden.
Schweden In Schweden ticken die Uhren langsam, wenn es um Offshore-Projekte geht. Sieben Projekte waren vor einem Jahr in Planung, zwei sind übrig geblieben. Die Firma Vindkompaniet verfolgt nach wie vor mit Hochdruck das Projekt Klåsarden. Vindkompaniet gehört zur Firmengruppe Global Renewable Energy Partners (GREP), einer 100-prozentigen NEG-Micon-Tochter, und ist weltweit in der Planung tätig. Für Klåsarden rechnet Vindkompaniet im Herbst diesen Jahres mit einer Entscheidung der Genehmigungsbehörden, Baubeginn wäre dann 2004. Schon 2001 lag für Klåsarden eine Baugenehmigung für 21 x 2 MW vor, doch inzwischen wurden die Planungen auf 16 Anlagen des Typs NM92 mit jeweils 2,75 MW Leistung erweitert (44 MW). Vindkompaniet musste das ganze Genehmigungsverfahren neu aufrollen. Da das Projekt nun als erstes in Schweden überhaupt die 10-MW-Grenze überschreitet, ist die Zentralregierung für die Genehmigung zuständig. Bereits in diesem Sommer will die Regierung außerdem über ein umfangreiches, staatlich finanziertes Umweltforschungsprogramm entscheiden, das Bau und Betrieb des Parks begleiten soll.
Beim zweiten Projekt handelt es sich um den seit längerem bekannten Örestads Vindkraftpark, der von der Firma Eurowind geplant wird. Ob daraus noch etwas wird, ist nicht ganz klar. Telefonisch ist niemand erreichbar, deshalb werden hier die Informationen der Homepage zusammengefasst3. Wie aktuell diese Informationen sind, ist der Redaktion allerdings nicht bekannt. Der Park soll im Öresund zwischen Dänemark und Schweden gebaut werden. Der Bauantrag wurde bereits 1998 gestellt. Es sind 48 Anlagen mit einer Leistung von mindestens 1,5 MW vorgesehen. Ursprünglich sollte Enercon die Anlagen liefern, doch das Auricher Unternehmen hat sich inzwischen aus dem Projekt zurückgezogen. 
Tab. 1: Elf Offshore-Projekte wurden bisher realisiert
Polen Das bereits bekannte einzige polnische Offshore-Projekt steht auf tönernen Füßen, weil der Projektentwickler die Notbremse gezogen hat. Die P&T Technology AG muss sparen, weil das Auslandsgeschäft vollkommen aus dem Ruder lief. Eine Stellungnahme zum Projekt Bialogora war von P&T nicht zu erhalten. Anfang 2002 hatte das Unternehmen berichtet, einen positiven Bauvorbescheid für den Standort nahe der polnischen Stadt Slupsk erhalten zu haben. Belgien Das Konsortium Seanergy, bestehend aus dem Energieversorger Electrabel und dem Bauunternehmen Jan de Nul, hat alle Genehmigungen für den Windpark »Vlakte van de Raan« bekommen. Dazu zählt auch die erst im Dezember 2002 erhaltene Genehmigung für die Kabelverlegung. Damit wird »Vlakte van de Raan« aller Voraussicht nach Belgiens erster Offshore-Windpark.
Das Projekt soll 50 Anlagen des Typs Vestas V80 (2 MW) auf 8 km² Fläche umfassen, die für eine Gesamtinvestitionssumme von 220 Mill. € errichtet werden. Die Entfernung von der Küste beträgt rund 15 km. Der Bau soll in zwei Etappen erfolgen: 2003 will Seanergy die ersten zehn Anlagen aufstellen, 2004 sollen 40 weitere folgen. Die Wassertiefe beträgt sieben bis acht Meter, als Fundamente wurden Monopiles gewählt.
Der Standort Wenduinebank, 5 bis 8 km vor Zeebrügge-Ostende gelegen, ist inzwischen völlig aufgegeben worden. Aus Naturschutzgründen darf er nicht mehr bebaut werden. Das Konsortium C-Power (Interelectra, Dredging International und Turbowinds), das diesen Standort bisher beplant hatte, hat inzwischen einen weiter, 300 MW großen Windpark vor Zeebrügge auf der Thornton-Bank beantragt. Die Sandbank ist etwa 30 km lang und verläuft in einem Abstand von 26 km parallel zur Küste. Ein zweites Konsortium aus Shell und SPE hat dort ebenfalls einen Antrag gestellt, mit einer Entscheidung wird im Februar gerechnet.
Nach Einschätzung von Frans van Hulle, der für das belgische Ingenieurbüro 3E tätig ist, werden in Belgien keine Parks genehmigungsfähig sein, die dichter als 10 km vor der Küste liegen. Die Proteste aus Reihen des Naturschutzes waren bereits gegen das Seanergy-Projekt ziemlich groß. Somit ist auch der vom Mineralöl-Konsortium Total, Fina und Elf geplante Nearshore-Park bei Zeebrügge hinfällig geworden.
Niederlande Um ihren Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll nachzukommen (Reduktion von Treibhausgasen bis zu den Jahren 2008 bis 2012 um 6%, verglichen mit 1990), setzen die Niederlande auch auf den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Dazu soll deren Anteil am Primärenergiebedarf von 3% in 2000 auf 5% in 2010 und 10% in 2020 gesteigert werden. Diese 10% entsprechen dann etwa einem Anteil von 25% an der Stromproduktion. Offshore-Windenergie soll nach den Plänen der alten Regierung bis zu 6.000 MW Leistung dazu beitragen. Zurzeit sind allerdings nur zwei Projekte in Vorbereitung. Die Regierung wünscht einen 100-MW-Demonstrations-Windpark in der niederländischen 12-Seemeilen-Zone vor Egmond aan Zee, den sie ursprünglich mit Forschungsprogrammen begleiteten wollte. Die Ausschreibung der Fläche gewann im letzten Jahr das Nordzeewind-Konsortium, bestehend aus dem Energieversorger Nuon, Shell Windenergy, Ballast Nedam und NEG Micon Holland. Das Konsortium bekam eine Konzession für den Bau des Parks, aber noch keine Baugenehmigung. Nordzeewind beantragt diese zur Zeit, wenngleich nicht sicher ist, ob der Park überhaupt realisierbar ist.
Denn die seit März 2002 amtierende konservativ-liberale Regierung hat angekündigt, alle Subventionen und Förderprogramme für erneuerbare Energien komplett umzustellen und teilweise einzuschränken. Ein wirtschaftlicher Betrieb des Parks ist deshalb ungewiss. Innerhalb der 12-Seemeilen-Zone sollen aus Naturschutz-Gründen keine weiteren Projekte genehmigt werden.
Der Offshore-Windpark Q7 der Firma E-Connection bekam im Februar vergangenen Jahres alle notwendigen Genehmigungen zum Bau von 60 Vestas-2MW-Turbinen. Der Standort liegt 23 km vor der Küste, die Wassertiefe beträgt 20 bis 25 Meter. Das Transportministerium hat eine Sicherheitszone von 500 m um den Windpark durchgesetzt, in der Schifffahrt verboten ist. Die Bauphase ist für April bis September 2004 geplant. Die Fortis Bank hat den Finanzierungsplan für Q7 entwickelt, weitere Kooperationspartner sind: Vestas Niederlande, Smit Transport & Heavy Lift, Jan de Nul, Fabricom Oil & Gas und ABB für Entwicklung und Bau, sowie Fabricom Oil & Gas und Vestas für die Wartung.
United Kingdom Ein Windpark steht bereits im Wasser, wenn auch nur ein kleiner (Blyth, 2 x 2 MW). 19 weitere sind geplant, einer davon seit kurzem vor der nordirischen Küste. Man kann also nicht mehr nur von Großbritannien, sondern muss korrekterweise vom United Kingdom sprechen, wenn man alle Offshore-Projekte darstellen will. Durch die so genannte »Renewable Obligation« soll der Anteil erneuerbarer Energien an der britischen Stromversorgung auf 10% im Jahr 2010 erhöht werden. Offshore-Windenergie soll zur Erfüllung der Pflichtquote in Großbritannien und Nord-Irland eine wesentliche Rolle spielen.
Am 5. April 2001 hat das britische Marineministerium die Ergebnisse einer Ausschreibung von Offshore-Standorten für insgesamt 540 WEA veröffentlicht. Insgesamt können sich in dem Ausschreibungsverfahren 17 Projektentwickler qualifizieren. Die Offshore-Standorte sind in drei Kategorien unterteilt, je nach verfügbarer Meeresfläche können zwischen 30 und 90 WEA pro Standort errichtet werden. Mittlerweile wurden für zwei Standorte Genehmigungen erteilt. Für ein weiteres Vorhaben an der nordirischen Küste laufen derzeit die Voruntersuchungen. Außerdem sollen neue Offshore-Flächen auch in Gebieten jenseits der 12-Seemeilen-Zone ausgeschrieben werden.
Am 17. April 2002 wurde die Baugenehmigung für das Offshore-Projekt »Scroby Sands« der Firma Powergen Renewables erteilt. Der Standort liegt rund 2 km nördlich von Norfolk (Great Yarmouth). Die Planungen umfassen 38 Windenergieanlagen vom Typ Vestas V80 mit einer Gesamtleistung von 76 MW. Im Jahr 2004 sollen die Anlagen am Netz sein. Die britische Regierung genehmigte am 7. August 2002 das Offshore-Projekt »North Hoyle«. Der Standort liegt rund 7 km vor der Nordwalisischen Küste. Der Projektentwickler National Wind Power hat mit Vestas bereits einen Liefervertrag über 30 WEA des Typs Vestas V90 mit einer Gesamtleistung von 90 MW abgeschlossen. Der Windpark soll in 2003 errichtet werden.
Am 26. Dezember 2002 erhielt das Offshore-Projekt »Rhyl Flat« an der walisischen Küste die Baugenehmigung. Die Gesamtleistung des Windparks soll bis zu 100 MW betragen. Der Antragsteller Celtic Offshore Wind hat die weiteren Planungen an National Wind Power (NWP) übergeben.
Seit dem 25. Juni 2002 untersucht ein Konsortium aus B9 Energy, Renewable Energy Systems (RES) und Powergen die Eignung des Standortes »Tunes Plateau« an der Küste Nordirlands. Der Standort des Offshore-Projektes befindet sich rund 5 km nördlich der Stadt Portstewart. Die ausgeschriebene Fläche von 28 km² erlaubt die Errichtung von rund 85 WEA mit einer Gesamtleistung bis 250 MW.
Seit November 2002 läuft die öffentliche Beratung für die zweite Offshore-Ausschreibung. In ihrer Stellungnahme »Future Offshore« schlägt die britische Regierung vor, die Flächen »Greater Wash«, »Solway Firth« und »Thames Estuary« zu erweitern und auch Planungen außerhalb der 12-Seemeilen-Zone zu ermöglichen. Die Ausschreibungsunterlagen werden bis April nächsten Jahres erstellt. Bis Juni können sich Firmen um die ausgeschriebenen Flächen bewerben. Im August 2003 sollen die Ergebnisse bekannt gegeben werden.

Offshore Projekte rund um die Britischen Inseln Grafik: Andreas Moll/Eilers Irland Die Regierung der Republik Irland hat im September 1999 ein Strategiepapier (»Green Paper on Sustainable Development«) verabschiedet. Die Regierung verfolgt unter anderem das Ziel, bis 2005 erneuerbare Stromerzeugungskapazitäten in Höhe von 500 MW zu errichten. Das Genehmigungsverfahren für Offshore-Projekte in der Republik Irland ist sehr gestrafft und sieht nur zwei Meilensteine (Foreshore Licence und Foreshore Lease). Bislang wurden neun Untersuchungsgenehmigungen und eine Nutzungsgenehmigung erteilt. Der Standort »Arklow Bank« liegt auf einer Sandbank rund 10 km östlich der irischen Stadt Arklow (County Wicklow). Am 11. Januar 2002 erhielt das Konsortium Sure Partners (Airtricity, National Toll Roads, Sure Engineering) die Baugenehmigung für den Offshore-Windpark. Am Standort sollen 200 WEA mit 520 MW Gesamtleistung installiert werden. Die Umsetzungsplanung für das Projekt »Arklow Bank« erfolgt durch das Unternehmen Airtricity. Die Pilotphase mit 60 MW soll im Jahr 2003 errichtet werden. Die Ausbaustufen sollen bis 2006 abgeschlossen sein. Airtricity hat zur Erlangung der Baugenehmigung über 3 Mill. Euro in das Projekt investiert. Das gesamte Vorhaben wird mit 650 Mill. Euro veranschlagt.
Spanien Bis 2010 sieht der spanische Energieplan (»Plan der Fomento de las Energìas Renovables«) die Errichtung einer Windenergiekapazität von knapp 9.000 MW vor. Diese Zielmarke soll im wesentlichen durch den weiteren Ausbau von Windenergieanlagen im Binnenland erreicht werden, da das Offshore-Potential aufgrund der großen Wassertiefen in Spanien begrenzt ist. Zwei Offshore-Projekte nahe der Hafenstadt Cadiz befinden sich derzeit in Planung. Beide Projekte stoßen jedoch auf den Widerstand von spanischen Umweltschutzverbänden und Fischereigruppen.
Das Offshore-Projekt »Cabo de Trafalgar« wird von der Umweltkontor AG, der schweizerischen NEK Umwelttechnik AG und ihrer spanischen Tochtergesellschaft Fronterwind SL geplant. Der Standort liegt etwa 20 km vor der Atlantikküste bei Vejer de la Frontera. Die Untersuchungen erstrecken sich auf ein Areal von rund 60 km². Die Wassertiefen in diesem Gebiet betragen zwischen 10 m und 30 m. Der geplante Windpark ist auf eine Gesamtleistung von 200 MW ausgelegt. Derzeit werden zwei Varianten mit 2,5 bzw. 3,6-MW-Anlagen geprüft. Ein Einsatz von Anlagen der 5-MW-Klasse wird jedoch nicht ausgeschlossen. Die Inbetriebnahme des Windparks ist für 2005/2006 vorgesehen.
Im Februar 2001 beantragte der spanische Projektentwickler Energía Hidroeléctrica de Navarra (EHN) die Genehmigung für ein (noch namenloses) Offshore-Projekt nahe Cadiz. EHN plant 100 WEA mit einer Gesamtleistung von 200 MW in fünf Bauabschnitten zu errichten. Zunächst soll eine Pilotphase mit 10 WEA gebaut werden.
Frankreich Das erste französische Offshore-Projekt soll im Mittelmeer entstehen. Der Standort »Port la Nouvelle«, der in der Nähe der Stadt Perpignan 8 km vor der Küste liegt. Der Bauantrag befindet sich noch im Genehmigungsverfahren, der Antrag umfasst auch eine bereits abgeschlossene Umweltverträglichkeitsstudie. Geplant sind 16 Anlagen mit 3 bis 3,6 MW Leistung, die Wassertiefe beträgt 30 bis 35 m. Bei positiver Entscheidung soll im Jahr 2004 mit dem Bau begonnen werden. Die französische Regierung will diesen Park als Pilotprojekt mit umfangreichen Studien begleiten, um im Anschluss daran Vorrangflächen in allen drei französischen Meeresgewässern auszuweisen und für diese Flächen ein Ausschreibungsverfahren durchzuführen.
Griechenland Energiekontor führt nach wie vor Windmessungen am Standort Porto Lagos durch, rund 24 km von der Stadt Xanthi entfernt. Die Messungen sollen bis zum Ende des ersten Quartals dieses Jahres weiterlaufen, dann wird über die Weiterverfolgung des Projektes entschieden. In Griechenland ist der Nachweis der Wirtschaftlichkeit Voraussetzung für eine Genehmigung. Genehmigungsbehörde für Offshore-Projekte ist das RAI, die staatliche Energieregulierungsbehörde.
Nicole Paul und Klaus-Peter Lehmann schrieben diesen Beitrag für die Zeitschrift Sonne Wind & Wärme.

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