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| Geschrieben von Klaus-Peter Lehmann | |
| Montag, 01 März 2004 | |
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Mit der Jahrtausendwende änderte sich das Bild. Die Pionierphase endete, und man wagte sich aufgrund der gesammelten Erfahrungen an anspruchsvollere Projekte heran. Die Windparks wurden größer, die Nennleistung der Anlagen wuchs und die Technik wurde den Offshore-Bedingungen besser angepasst. In den Jahren 2001 bis 2003 entstanden vor Dänemarks Küsten weitere fünf Windparks mit insgesamt 392 MW, außerdem zwei in Schweden und je einer in Irland (IRL) und Großbritannien (UK). Ende des Jahres 2003 waren offshore 533 MW am Netz. Die Chronik der fortschreitenden Windenergienutzung auf dem Meer ist in Tab. 1 dargestellt.
Über 100 Projekte befinden sich in unterschiedlichen Planungsstadien in Entwicklung. Wie viele tatsächlich realisiert werden können, ist unklar. Jedoch haben mindestens 25 Projekte mit insgesamt mehr als 3.400 MW gute Aussichten, in den Jahren 2004 bis 2006 realisiert werden zu können. Aus den geplanten Offshore-Windparks lässt sich eine Kapazitätsprognose ableiten, wobei sich stetig steigende Zuwächse auf Jahresbasis ergeben. Mit voraussichtlich über 1.500 MW wird das Jahr 2006 das größte Wachstum erreichen, sodass zum Jahresende eine Offshore-Kapazität von knapp 4.000 MW zu erwarten ist. Falls die geplanten Vorhaben in den anvisierten Zeithorizonten realisiert werden, steht uns ein dynamisches Wachstum der Branche bevor. Länder im Vergleich Eine Analyse der beteiligten Länder macht deutlich, welche Entwicklungen in der internationalen Offshore-Windenergiebranche in den nächsten Jahren zu erwarten sind. Zur Verdeutlichung der Markttendenzen wurden als Bezugsjahre 2003 und 2006 gewählt und die jeweiligen Länderanteile ermittelt. Demzufolge waren Ende 2003 knapp 533 MW Offshore-Windenergieleistung in Europa installiert. Das Pionierland Dänemark verfügt mit einem Anteil von 75,4% mit Abstand über die größte Erfahrung. Durch die Errichtung des großen Windparks North Hoyle im vergangenen Jahr konnte sich Großbritannien (UK) auf den zweiten Rang vorschieben (12,0%). Auch Irland (4,7%) überflügelte durch die Errichtung eines einzigen Windparks die Pionierländer Schweden (4,3%) und Niederlande (3,5%). Bis Ende 2006 werden weitere Länder in den Offshore-Windenergiemarkt drängen, so dass in den nächsten Jahren die Ablösung der Offshore-Pioniere wie Dänemark, Schweden oder den Niederlanden durch andere Mitgliedsstaaten Europas, durch die USA oder Kanada zu erwarten ist. Die auf Projektebene erstellten Prognosen erhöhen den Kreis der "offshore-erfahrenen" Nationen von fünf (2003) auf insgesamt elf (2006). Wie aus Abb. 2 hervorgeht, wird keines der untersuchten Länder bis 2006 eine dominierende Rolle einnehmen. In den Folgejahren wird aufgrund der umfangreichen Projekt-Pipeline vor allem der britische Offshore-Windenergiemarkt deutlich anziehen.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist eine Prognose der weiteren Entwicklung der Offshore-Windenergienutzung bis 2020 naturgemäß mit großen Unsicherheiten behaftet. Einen ersten Anhaltspunkt können politische Zielvorgaben liefern, die von einigen EU-Mitgliedsstaaten veröffentlicht wurden. Diese Zielwerte können für die Jahre 2010 und 2020 aggregiert und soweit nötig interpoliert werden (Tab. 2). Bei der Aufstellung der Zielvorgaben wurden folgende Annahmen getroffen: + Aufgrund der laufenden Diskussion werden in Dänemark nur die bereits realisierten und im Bau befindlichen Projekte berücksichtigt. Da nur die europäischen Energiepläne berücksichtigt werden, können die ermittelten Werte als untere Grenze einer möglichen Entwicklung des globalen Offshore-Windenergiemarktes angesehen werden. Klaus-Peter Lehmann recherchierte als freier Journalist im Auftrag der Redaktion Sonne Wind & Wärme diesen Beitrag, der in Ausgabe 3/2004 erschienen ist. Informationen zum Branchenblatt Sonne Wind & Wärme: www.bva-solar.de. Foto: Repower
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Nach einer rund zehnjährigen Anlaufphase steht dem Offshore-Geschäft nun ein erfreuliches Wachstum bevor. Bis zum Ende des Jahres 2006 könnte die installierte Leistung auf See 4.000 MW erreichen.



