| Login |
|---|
| Sanyo Solarmodule |
|---|
|
| solarshop.net |
|---|
|
Solarstromanlagen von solarshop.net - günstige Preise - schnelle Angebote - große Modulauswahl |
| Auszeichnungen |
|---|
| Top Downloads |
|---|
| Notice: Undefined property: stdClass::$id_subcategory in /var/www/vhosts/solarenergie.com/httpdocs/modules/mod_docman_mostdown.php on line 65 Notice: Undefined property: stdClass::$id_subcategory in /var/www/vhosts/solarenergie.com/httpdocs/modules/mod_docman_mostdown.php on line 65 Notice: Undefined property: stdClass::$id_subcategory in /var/www/vhosts/solarenergie.com/httpdocs/modules/mod_docman_mostdown.php on line 65 |
Spanien bringt Erneuerbare in FahrtDeprecated: Function ereg() is deprecated in /var/www/vhosts/solarenergie.com/httpdocs/includes/joomla.php on line 3770
|
|
|
| Geschrieben von Volker Quaschning | |
| Saturday, 19 April 2003 | |
Spanien ist einer der größten Wachstumsmärkte für erneuerbare Energien. Die boomende Wirtschaft stößt aber auch mehr Treibhausgase aus. Der Artikel beschreibt die jüngsten Entwicklungen im sonnigen Süden Europas im Hinblick auf das Kyoto-Protokoll und vergleicht sie mit der Lage in Deutschland.
Während sich in Deutschland der Primärenergieverbrauch seit 1990 auf relativ konstantem Niveau bewegt, ist er in Spanien bis zum Jahr 2001 um 31% angestiegen. Die Kohlendioxidemissionen legten in Spanien im gleichen Zeitraum sogar um mehr als 35% zu. Da Spanien im Jahr 1990 nur ein Viertel so viel Treibhausgase wie Deutschland emittierte und damit im Vergleich zu vielen Industrienationen niedrig liegt, gesteht das Kyoto-Protokoll dem Land auf der iberischen Halbinsel bis zum Jahr 2012 Emissionszunahmen von 15% zu. Dieser Zuwachs wurde aber bereits im Jahr 1996 überschritten. Die Mehremissionen können zwar von anderen EU-Staaten kompensiert werden, dennoch dürfte Spanien - sollte der Trend anhalten - bald von der EU die gelbe Karte gezeigt bekommen. Die konservative Regierung in Spanien setzt dazu sehr stark auf regenerative Energien. Im »Plan de Fomento de las Energías Renovables en España« (Plan zur Förderung regenerativer Energien in Spanien) sind ehrgeizige Ziele für das Jahr 2010 formuliert. So möchte Spanien seinen Anteil regenerativer Energien von 6,3% am Primärenergieverbrauch im Jahr 1998 bis zum Jahr 2010 verdoppeln. Da der Primärenergieverbrauch weiter steigt, bedeutet dies sogar einen Zubau der »Erneuerbaren« um 130%. Den Löwenanteil soll dabei die Biomasse leisten, gefolgt von Wasserkraft und Windkraft. Bei regenerativen Anlagen zur Stromerzeugung soll die installierte Leistung im gleichen Zeitraum um 60% gesteigert werden, wobei die Windkraft den größten Teil zum Wachstum beiträgt. Windkraft im Aufwind Mit 825 Mill. Euro floss der Hauptteil der Investitionen für regenerative Anlagen im Jahr 2001 in den Windenergiebereich. Damit entstanden 1.393 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.050 MW. Ende 2001 waren in ganz Spanien 3.244 MW installiert, wobei fast 30% allein auf die Provinz Galicien im äußersten Nordwesten entfielen. Da die meisten Provinzen den Ausbau der Windkraft in entsprechenden Windentwicklungsplänen geregelt haben, ist es oftmals vorteilhaft, spanische Partner oder Hersteller im Projekt zu haben, um den Zuschlag zu bekommen. Damit erklärt sich auch, dass die spanischen Firmen Gamesa, Made und Ecotecnia über 76% des spanischen Windmarkts kontrollieren. Gamesa konnte so zum fünftgrößten Windkraftanlagenhersteller der Welt aufsteigen. Ausländische Firmen kamen deutlich weniger zum Zuge. NEG Micon setzte bis Ende 2001 insgesamt 239 MW in Spanien ab und der deutsche Marktführer Enercon 41 MW. Biomasse wächst langsam Oliven, Wein und Tomaten sind spanische Produkte, die man auch in Deutschland liebt. Bei der landwirtschaftlichen Produktion fallen aber auch enorme Mengen an Bio-Reststoffen an, die genutzt werden können. Die Erschließung der Potenziale erfolgt jedoch nur in kleinen Schritten. Bis zum Jahr 2010 sollen Biomassekraftwerke die Jahresleistung von 2001 (164,3 MW) verzehnfachen. Der Neubau von drei Anlagen mit einer Gesamtleitung von 16,6 MW und einem Wert von 7,4 Mill. Euro im selben Jahr lässt dies aber nicht erwarten. Die schon sehr umfangreiche thermische Nutzung von Biomasse soll bis zum Jahr 2010 um gut 30% erweitert werden. Bislang beträgt hier die Steigerung deutlich weniger als 1% pro Jahr. Auch bei der Produktion von Biobrennstoffen wie Biodiesel oder Bioethanol ist das Ziel mit gut 500.000 t sehr ehrgeizig. Es bleibt abzuwarten, ob die Entwicklung im Biomassesektor den Erwartungen entsprechen wird. Wasser weitgehend ausgebaut Die Potenziale der Wasserkraftnutzung sind in Spanien bereits gut erschlossen. Bereits unter dem Diktator Franco wurden zahlreiche Staudämme errichtet. Für Großanlagen gibt es wie in Deutschland nur noch geringe Neubaumöglichkeiten. Bei Kleinanlagen mit Leistungen von weniger als 10 MW soll der Zubau bis zum Jahr 2010 immerhin noch gut 600 MW betragen. Im Jahr 2001 gingen eine Großanlage mit 20 MW, zwölf mittelgroße Anlagen (zwischen 1 und 10 MW) mit insgesamt 25 MW und 17 kleine Anlagen (<1 MW) mit insgesamt 5,7 MW Leistung ans Netz. Die Großanlage hatte spezifische Kosten von 440 Euro/kW, die Anlagen <1 MW gut das Vierfache. Damit liegen die Kosten eine ganze Größenordnung unter denen in Deutschland (5.000 bis 12.500 Euro/kW). Aufgrund unterschiedlicher Niederschlagshäufigkeiten einzelner Jahre schwankt jedoch die Erzeugung aus Wasserkraft von Jahr zu Jahr erheblich. Entwicklungsland in der Solarenergienutzung Im sonnenverwöhnten Südspanien ist die jährliche solare Einstrahlung etwa doppelt so groß wie in Deutschland. Damit halbieren sich im Süden auch die Strom- und Wärmegestehungskosten. Da einige Regionen frostsicher sind, können thermische Anlagen dort als preiswerte Einkreissysteme ausgeführt werden, was die Kosten noch weiter reduziert. Dennoch ist Spanien in puncto Solarenergienutzung im Vergleich zu Deutschland ein Entwicklungsland. Fazit Spanien hat sich ehrgeizige Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien gesetzt. Das Erreichen dieser Ziele ist allerdings auch dringend notwendig, wenn Spanien auch nur annähernd die Reduktionsverpflichtungen des Kyoto-Protokolls für Treibhausgase erfüllen will. Der Windkraftmarkt hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Hier können die Ziele sogar übertroffen werden. Anders sieht es bei der Biomasse- und der Solarenergienutzung aus. Hier muss das Land noch zwei Gänge zulegen. Dies lässt aber auch erwarten, dass Spanien in den nächsten Jahren einer der größten Wachstumsmärkte Europas bleiben wird, wenn auch - wie bei der Solarenergie - von einem niedrigen Niveau ausgehend. Volker Quaschning schrieb diesen Beitrag für die Zeitschrift Sonne Wind & Wärme.
Fotos: 1: Volker Quaschning, 2: Cornelia Quaschning. |
| Meistgelesene Artikel |
|---|
|
| Ähnliche Artikel |
|---|
|
Deprecated: Function eregi() is deprecated in /var/www/vhosts/solarenergie.com/httpdocs/includes/sef.php on line 393
Deprecated: Function eregi() is deprecated in /var/www/vhosts/solarenergie.com/httpdocs/includes/sef.php on line 393








Spanien ist einer der größten Wachstumsmärkte für erneuerbare Energien. Die boomende Wirtschaft stößt aber auch mehr Treibhausgase aus. Der Artikel beschreibt die jüngsten Entwicklungen im sonnigen Süden Europas im Hinblick auf das Kyoto-Protokoll und vergleicht sie mit der Lage in Deutschland.
Diese Gesetzgebung hat zahlreiche Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien angestoßen und im Jahr 2001 Investitionen von immerhin 938 Mill. Euro ausgelöst.