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| Saussure | Vielseitiger Schweizer Naturforscher, der 1767 eine „Hitzkiste“, den ersten Sonnenkollektoren mit Glasabdeckung, baute und damit 160°C erreichte. Horace Benedict de Saussure, 1740 bis 1799, lebte in Genf, ab 1762 Professor für Naturwissenschaften an der Akademie der Wissenschaften. Das Hauptgewicht seiner vielfältigen Interessen legte er auf die Erforschung der Alpen. So regte er die Erstbesteigung des Mont Blanc 1786 (Balmat und Paccard) durch einen Geldpreis an. 1787 bestieg er selbst den Gipfel und bestimmte ihn mit 4.807 m als den höchsten Europas. In seinem Hauptwerk „Voyages dans les Alpes“ (Reisen in den Alpen) führte er den Begriff „Geologie“ für die Wissenschaft von Entstehung und Bau der Erde ein. 1767 begann Saussure, die Wirksamkeit von Glas zum Einfangen der Sonnenenergie zu untersuchen. Zunächst stellte er fünf Glaskästchen ohne Boden ineinander und auf eine schwarze Tischplatte. Bei Sonnenstrahlung beobachtete er, dass die Temperatur nach den inneren Kästchen zu anstieg und im innersten 87,5°C erreichte. In einem 30 cm langen und 23 cm breiten Holzkistchen mit drei Glasscheiben und einer Wandisolierung aus geschwärztem Kork maß er als höchste Temperatur 109°C, und nach Überstülpen einer Blechbüchse mit Glasfenster sogar 160°C. Er nannte das Gerät „Hitzkiste“ und hatte damit den Urahn der Sonnenkollektoren geschaffen. Sowie er sich bewusst wurde, dass ein weiterer Wärmegewinn mit zusätzlichen Scheiben infolge Absorption und Reflexion an diesen zusätzlichen Scheiben vereitelt würde, stellte er die Versuche ein. Mouchot griff bei Bau seiner Solarmotoren ab 1860 auf Saussures Erkenntnisse zurück. |
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