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| Meeresenergie | In Gezeitenströmen, Meeresströmungen, warmen Oberflächenwasser, Unterschieden im Salzgehalt und in Wellen enthaltene Energie, deren technische Nutzung möglich, aber meist noch im Versuchsstadium ist. Die aufs Meer fallende Sonnenstrahlung beträgt im Durchschnitt 180 W je m². Sie wird vom Wasser zu einem geringen Teil (5 bis 15%) reflektiert, größtenteils jedoch absorbiert: • Etwa die Hälfte der so aufgenommenen Sonnenergie bewirkt eine Erwärmung der Oberfläche. In Äquatornähe kann die Dicke dieser Schicht einige zehn m und ihre Temperatur im Jahresmittel 28°C erreichen, während das Wasser in einigen hundert m Tiefe nahe 4°C bleibt. Dieser Temperaturunterschied lässt sich in Meereswärmekraftwerken nutzen. • Da in Polnähe die Erwärmung des Meeres viel geringer ist als nahe dem Äquator, bilden sich als Ausgleich zu den Polen hin gerichtete Meeresströmungen aus, die grundsätzlich ebenfalls als Energiequellen angezapft werden könnten. • Die übrige Einstrahlung lässt das Wasser verdunsten. Dies trägt einerseits zum Treibhauseffekt bei. Andererseits entstehen dadurch Winde, und die Windenergie wiederum verursacht die Wellen, deren Wellenenergie mit Wellenenergiewandlern genutzt wird. An Flussmündungen trifft Süßwasser aus dem Fluss auf das Salzwasser des Meeres. Der Unterschied im Salzgehalt eröffnet die Möglichkeit von Osmosekraftwerken. Ebenfalls der Meeressenergie zugeordnet wird die Gezeitenenergie, nutzbar in Gezeitenkraftwerken. Hydrosolare Kraftwerke hingegen würden nicht eigentliche Meeresenergie, sondern Verdunstung – auch von Meerwasser – infolge der Einstrahlung nutzen. |
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