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| Kollektoren | Vorrichtungen zur Umwandlung von Sonnenstrahlung in Wärme. Bauform je nach Anwendung: Flachkollektor bis 90°C und Röhrenkollektor bis 250°C für Warmwasser und Heizung, Rinnekollektor bis 800°C für Prozesswärme. Kollektoren (vom Lateinischen colligere, sammeln) oder Sammler absorbieren die Sonnenstrahlung, wandeln sie in Wärme um und übertragen diese auf einen Wärmeträger, der sie einer Nutzung zuführt. Im Unterschied zum Absorber, der jede Umgebungswärme aufnimmt (neben Sonnenstrahlung auch Wärme von Luft und Niederschlägen), sammelt der Kollektor nur Sonnenstrahlung (Kollektoren im weiteren Sinn sind auch Fenster und Solarteiche). Die Grundformen wurden bereits im 19. Jahrhundert geschaffen, aber erst nach der Ölkrise als wichtige Bauteile der Solartechnik erkannt und dann mit den heutigen Mitteln der Forschung sowie mit neuen Werkstoffen weiterentwickelt. Es gibt viele Bauformen, die nach dem Arbeitsprinzip in konzentrierende oder nicht-konzentrierende oder nach Anwendung bzw. erreichbarer Temperatur in Nieder-, Mittel und Hochtemperaturkollektoren eingeteilt werden können. Letztere Einteilung deckt sich weitgehend mit den Grundformen: Flachkollektoren sind nicht-konzentrierend, nutzen direkte wie indirekte Sonneneinstrahlung und erzielen bis zu 150°C, für aktive Solarnutzung (Warmwasserbereitung und Heizung) Vakuum- oder Röhrenkollektoren sind nicht konzentrierend, nutzen überwiegend direkte Strahlung und erreichen bis zu 250°C, für Warmwasserbereitung, Heizung und Prozesswärme. Rinnenkollektoren konzentrieren direkte Strahlung mit Brennspiegeln und liefern, je nach Querschnitt des Spiegels (Kreisbogen oder Parabel), Prozesswärme von 250 bis 800°C. |
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