Solarlexikon | |
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| Heliostat | Plan- oder Brennspiegel, der automatisch so bewegt wird, dass er jederzeit sich voll der Sonne zuwendet oder Sonnenstrahlen in eine gegebene Richtung wirft. Vom niederländischen Astronomen s´Gravesande (1688 bis 1742) erfunden, verstand man unter einem Heliostat (vom Griechischen helios, Sonne, und vom Lateinischen stativus, stillstehend) oder Sonnensteller einen Spiegel, der das Licht eines Sterns trotz dessen Bewegung stets in das feststehende Fernrohr lenkt, Die Nachführung bewerkstelligte ein Uhrwerk, Mouchot wendete den Begriff um 1870 auf seine Brennspiegel an. In der heutigen Solartechnik werden Rinnenkollektoren, Solarzellen-Generatoren und Spiegel in Solarturm-Anlagen als Heliostate ausgebildet und von Rechnern gesteuert. Bei Solarturm-Anlagen hat sich diese Bauform durchgesetzt: Mehrere je 1 bis 4 m² große plane oder leicht gekrümmte Spiegel sind auf einem Traggerüst so montiert, dass sie zusammen wie ein schwacher Brennspiegel wirken und die Sonnenstrahlen auf den – 100 und mehr m entfernten – Turmempfänger bündeln. Das Traggerüst wird als Ganzes um eine waagrechte Achse (ein Gelenk auf dem Ständer) und um eine senkrechte Achse (im Ständer) bewegt. Die Aufteilung in einzelne Spiegel erleichtert die Herstellung, Transport, Montage und Reinigung. Kunststoffe und dünnes Mehrschichtenglas lösen zunehmend Stahl bzw. Aluminium und massives Glas als Werkstoffe für Traggerüst und Spiegel ab, um Gewicht und Kosten zu sparen. |
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