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Absorber

Als Absorber bezeichnet man ganz allgemein jene Teile solartechnischer Anlagen, welche die zu nutzende Sonnenenergie auf den Wärmeträger durchflossene Platte unter der Glasabdeckung von Flachkollektoren, oder die Empfängerrohre in Rinnenkollektoren. Der Begriff Absorber (auch Wärme- oder Energieabsorber) wird jedoch besonders auf jene Wärmetauscher angewandt, die direkt der Umgebungsluft ausgesetzt sind und daher jede Art von Umgebungswärme absorbieren: direkte und indirekte Sonnenstrahlung, Wärme von Luft, Regen und sogar Schnee, auch Kondensationswärme der Luftfeuchte. Eine aktive Solarnutzung von Wärme so niedriger Temperatur ist – über einen gefriersicheren Wärmeträger – mit Wärmepumpen möglich. Im Unterschied zu Absorbern nutzen Flachkollektoren im wesentlichen nur die Sonnenstrahlung und sind zur Vermeidung von Wärmeverlusten mit Glas abgedeckt.

Absorber werden in vielerlei Formen und aus verschiedenen Werkstoffen gebaut, z.B. als Platten aus Kupferblech mit angelöteten Wärmeträger-Rohren, als Gitter aus Kunststoffrohren oder als Beton-Fassadenelemente (die allerdings Luft als Wärmeträger haben) der Solararchitektur. Sie werden auf das Dach gelegt (oder bilden selbst die Dachhaut), an der Fassade montiert oder im Garten oder auf dem Dach aufgestellt. Man unterscheidet:

• Flächenabsorber wie Energiedach, -fassade und –zaun. Sie sind lang und breit, um die nötige große Wärmeaustauschfläche zu erhalten. Neben der Luftwärme nutzen sie auch Sonnenstrahlung.
• Kompaktabsorber wie Energieblock, -säule oder –stapel. Die Wärmetauscherflächen sind auf kleinem Grundriss knapp übereinander angeordnet, so dass ihr Flächenbedarf sehr gering ist. Sie müssen die Wärme vor allem aus Luft und Wind holen, weshalb man sie frei oder auf dem Dach aufstellt.

Als erster Absorber wurde Ende der 70er-Jahre das Energiedach von der deutschen Industrie entwickelt und auf den Markt gebracht. In Deutschland sind seither – vorwiegend in Ein- und Zweifamilienhäusern, aber auch in Wohnblöcken – mehrere tausend Absorber in Betrieb genommen worden, Erfahrungen liegen aber auch aus Österreich und der Schweiz vor.

• Es lassen sich 70 bis 90% des Heizwärmebedarfs decken, mit Wärmespeicher sogar 100% (mit Flachkollektoren etwa 30%).
• Wenn nicht volle Deckung verlangt wird (wenn also eine Zusatzheizung vorhanden ist), gilt als Faustregel, dass die Absorberoberfläche ein Drittel der zu beheizenden Fläche betragen muss.
• Ungenügend ist die Wirkung von waagrechten Flächen, wenn sie von Schnee und Eis bedeckt sind, auch kann bei solchen Absorbern die nächtliche Abstrahlung bedeutend sein.
• Absorber sind billiger als Flachkollektoren, doch ihre Wirtschaftlichkeit wird vom Preis der Wärmepumpe bestimmt.
• Absorber eignen sich im mitteleuropäischen Klima besser für die Heizung, Kollektoren für die Warmwasserbereitung.

 


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